Die Geschichte des Schlosses Glanegg

Weithin sichtbar thront das Schloss Glanegg auf einem bewaldeten Inselberg aus Konglomerta und massiven Kalk, am westlichen Rand des Ortsteil Glanegg. Der Gutshof Glanegg liegt am Fuß dieses Schlossbergs an einem uralten Handelsweg, welcher entlang des Untersbergs über Großgmain nach Bad Reichenhall führt. Im Gutshof ist die Forstverwaltung sowie zahlreiche Firmen ansässig. Weiters gehören ein Schlosspark sowie die stattliche Buchenallee, die Auffahrt zum Schloss, zum Meierhof.

Es wird vermutet, dass auf dem heutigen Schlossberg bereits im 10. Jhdt ein hölzerner Wehrbau stand.

Der Richter zu Alm übersiedelte nach Glanegg und errichtete ein Pflegschaftsgericht.
Erstmals wurde das Schloss Glanegg als erzbischöflicher Sitz erwähnt. Unter Erzbischof Leonhard von Keutschach wurde die Anlage, die vom Verfall bedroht war, wieder Instand gesetzt. Durch ihn erhielt das Schloss sein heutiges Aussehen einer bewohnten Turmburg.

Das Turmdach wurde erneuert.

Nachdem der Pfleger (mittelalterlicher Begriff für Burggraf oder Vogt, der für die Verwaltung und Verteidigung einer Burg verantwortlich war) in die Stadt Salzburg übersiedelte, erlitt Schloss Glanegg Schäden. Erzbischof Markus Sittikus sorgte für erneute Instandsetzung des Schlosses. Unter Graf Paris von Lodron wurde das Schloss Teil einer Talabsperrung, um die Sicherung des Hinterlandes der Stadt Salzburg zu gewährleisten..

Die Wehrmauer und Anlage waren erneut beschädigt. Im Zuge des Österreichischen Erbfolgekriegs wurde die Anlage wieder wehrfährig gemacht.

Erzbischof Sigismund von Schrattenbach besuchte das Schloss Glanegg und ordnete weitere Renovierungen an.

Domdechant und Fürstbischof von Chiemsee Ferdinand Christoph von Waldburg-Zeil pachtete die Burg mit der zugehörigen Jagd.

Verkauf des Schlosses und der dazugehörigen Gebiete an Kurfürst Ferdinand, Großherzog von Toskana durch die die Landschaft von Salzburg.

Der Arzt Franz de Paula Storch erwarb die Anlage. Durch ihn wurde die Kapelle am Fuße des Hügels erbaut, die 1840 schließlich eingeweiht wurde.

Die Witwe von Franz de Paula Storch, Babette, geborene Riehr, verkaufte das Anwesen an Graf Aloys von Arco-Stepperg. Dieser war ebenfalls Inhaber der Schlosses Anif.

Graf Aloys von Arco-Stepperg gab den Besitz an die Familie des Postmeisters Perwein von Hüttau weiter.

Die Anlage ging in den Besitz verschiedener Familien über: Anton von Lanser, Eduard Greipel, Anton und Theres Ventschow, Franz und Franciska Knesek von Bartosch, Frederik Krell von Ventschow, Karl und Henriette Klusemann

Seit diesem Jahr befindet sich das Anwesen Schloss Glanegg im Besitz der Familie Mayr Melnhof und dient als privater Wohnsitz. Es kann nicht besichtigt werden.